Ende des Freihandels – zerbricht die europäische Währungsunion?

5-biggest-risks-2Seit der Finanzkrise steht die europäische Währungsunion unter permanentem Druck. Einige Mitgliedsstaaten der Währungsunion standen kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. In Griechenland wurde beispielsweise die tägliche Bargeldbehebung massiv eingeschränkt. Griechenland kam unter den sogenannten Rettungsschirm, der das Land vor noch Schlimmerem bewahrte. Weitere Länder folgten. Wären große und wirtschaftlich stärkere Länder wie Italien oder Frankreich ins Schwanken gekommen, hätte vermutlich ein Dominoeffekt eingesetzt und das gesamte Wirtschaftssystem wäre kollabiert. Die unvorstellbaren Folgen einer solchen Situation können erkannt werden, wenn man die historischen Aufzeichnungen der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts analysiert.

Hat die europäische Währungsunion eine Chance?

Viele Fragen sich, ob die europäische Währungsunion in ihrer jetzigen Form überhaupt eine Chance hat, um langfristig zu überleben. Die einzelnen Mitgliedsstaaten der Währungsunion sind sehr heterogen, d.h. die jeweilige wirtschaftliche Situation ist sehr unterschiedlich. Ein „Länderfinanzausgleich“ wie in der Bundesrepublik, wird politisch nur sehr schwierig durchführbar oder gar unmöglich sein. Ein schneller wirtschaftlicher Aufholprozess der ärmeren Länder ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Hoffnung Europapolitik

Es gibt Hoffnung, doch die Ausgangslage wird im Moment durch einige Faktoren erschwert. Entsprechender politischer Wille vorausgesetzt, könnten die ärmeren Ländern mit Hilfe von Strukturförderungen soweit an die wirtschaftliche Stärke der reicheren Länder herangeführt werden, dass ein Zerbrechen der Währungsunion gebannt werden könnte. Dieser Anpassungsprozess würde zumindest ein bis zwei Generationen in Anspruch nehmen. Eine gänzliche Angleichung ist weder erforderlich noch wird er je erreicht werden können. Auch in der Bundesrepublik wird eine vollkommene wirtschaftliche Angleichung der einzelnen Länder aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen kaum möglich sein. Kann der Bevölkerung überzeugt dargelegt werden, dass die Kosten für solch einen langen und mühevollen Anpassungsprozess vertretbar sind?

Gefährliches Spiel

Die starken nationalistischen Strömungen sind gegenwertig ein heftiger Gegenwind für diese Bemühungen. Vielleicht wird sich die europäische Währungsunion zukünftig auf das gefährliche Spiel einlassen und den schmerzhaften Schritt machen müssen, die nationalistischen Lösungsvorschläge umzusetzen. Nach dem Scheitern dieses Versuchs könnte anschließend der Weg wieder in die richtige Richtung weisen und eine Politik für eine langfristig funktionierende Währungsunion gemacht werden. Wer erfolgreich spielen möchte, dem sei ohnehin nicht die Wirtschafts- oder Europapolitik, sondern die folgende Seite empfohlen: http://www.ace-ten.com/de/.